Fang mit einer Einführung in Tsuji-ga-hana an, einer Färbetechnik, die vor etwa 500 Jahren während der Azuchi-Momoyama-Zeit ihre Blütezeit erlebte. Anhand von Archivfotos, restaurierten Stoffen und fertigen Werken erfährst du mehr über die Geschichte und die kulturelle Bedeutung des Objekts. Außerdem hast du die Gelegenheit, Kimonos und Textilarbeiten des Kunsthandwerkers zu bewundern und so ein tieferes Verständnis für dieses traditionelle Handwerk zu entwickeln.
Schau dir als Nächstes an, wie der Handwerker den Herstellungsprozess vorführt und erklärt, wie diese filigranen Muster auf Kimonos und anderen Textilien entstehen. Anschließend lernst du „Sekka Shibori“ kennen, eine Art des Färbens mit Brettklemmen. Indem man den Stoff zu Dreiecken oder Quadraten faltet, ihn zwischen Bretter klemmt und in die Farbe taucht, entstehen geometrische und blumenähnliche Muster. Der Effekt hängt von den Falten, dem Druck der Bretter und davon ab, wie der Farbstoff in den Stoff eindringt.
Unter Anleitung faltest und klemmst du deine eigene Seidenstola fest und tauchst sie dann kurz in natürliche Pflanzenfarben ein, die mit Kifunes „Vollmondwasser“ zubereitet wurden – bekannt dafür, dass es die Farbtiefe und -klarheit verstärkt. Du kannst eine oder zwei Farben auswählen, zum Beispiel Krapporange, Goldblume, Pagodenbaumgelb, Lackrot, Purpurlack oder natürliches Indigo.
Nach dem Färben wird die Stola in Wasser ausgespült, und wenn die Bretter entfernt werden, kommen die Muster zum Vorschein, als würden Blumen unter Wasser blühen. Der Stoff wird anschließend sorgfältig getrocknet und geglättet, sodass du am Ende eine fertige Stola erhältst, die dünn, weich und leicht ist und aus feiner Kiryu-Seide gewebt wurde.
Das gesamte Erlebnis dauert etwa zwei Stunden, und du kannst deine fertige Stola noch am selben Tag als Unikat mit nach Hause nehmen.